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Pressemitteilung der Ortsgruppe Schrobenhausen zur Goachat-Trasse
Streit um die Goachat-Trasse: Verantwortungsverlagerung statt fundierter Politik?
Schrobenhausen – Vor dem anstehenden Erörterungstermin verschärft sich die Debatte um die umstrittene Goachat-Trasse erneut. Aus Sicht der Kritiker versucht Bürgermeister Reisner, die Verantwortung für das umstrittene Großprojekt an die Regierung von Oberbayern abzuwälzen. Doch bevor dort eine Entscheidung fallen kann, stehen der Stadt weitere kostspielige Hürden bevor.
Veraltete Unterlagen und drohende Mehrkosten
Bei der Ostumfahrung mag die Strategie, den „Schwarzen Peter“ an die Genehmigungsbehörde weiterzureichen, in der Vergangenheit funktioniert haben. Doch die tatsächliche Lage stellt sich komplexer dar: Als Vertreter der Stadt steht der Bürgermeister in der Pflicht, zunächst seine Hausaufgaben vor Ort zu erledigen.
Da ein gehöriger Teil der Planungsunterlagen bereits wieder veraltet ist, muss Bürgermeister Reisner in den anstehenden Haushaltsberatungen eine Mehrheit im Stadtrat finden, um erneut erhebliche Steuermittel für weitere Gutachten freizugeben. Erst wenn diese vorliegen, kann die Stadt versuchen, die Regierung von Oberbayern von der Genehmigungsfähigkeit der Trasse durch das Goachat zu überzeugen.
BUND Naturschutz kündigt Rechtsweg an
Sollte es zu einer Genehmigung kommen, steht der juristische Widerstand bereits fest. Der BUND Naturschutz kündigte an, gegen eine Genehmigung umgehend Klage einzureichen.
„Im Gegensatz zum Bürgermeister haben wir bereits eine gültige Beschlusslage und wissen auch schon, welcher Rechtsbeistand uns vertreten wird“, erklärt Renate Schwäricke, die neu gewählte Vorsitzende der BUND Naturschutz, Ortsgruppe Schrobenhausen. Die Ortsgruppe zeigt sich kampfbereit und blickt gespannt auf die kommenden Haushaltsberatungen: „Wir sind gespannt, ob die Stadt Schrobenhausen im Haushalt Gelder für das anstehende Gerichtsverfahren einstellen wird.“
Widerspruch zur Landesgartenschau
Kritiker sehen in dem Festhalten an der Goachat-Trasse ein paradoxes Signal der Stadtpolitik. Es erscheine befremdlich, dass ausgerechnet der Ausrichter einer Landesgartenschau erst durch Gerichtsurteile davon abgehalten werden müsse, ein geschütztes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) zu beeinträchtigen. Die Debatte birgt damit das Potenzial, als sprichwörtlicher Schildbürgerstreich in die Stadtgeschichte einzugehen.
V.i.S.d.P.
Renate Schwäricke
Vorsitzende Bund Naturschutz
Ortsgruppe Schrobenhausen
40 Jahre Naturschutz in Schrobenhausen


40 Jahre Naturschutz in Schrobenhausen: BUND-Ortsgruppe
setzt lebendiges Zeichen mit klimaresistenten Bäumen
Schrobenhausen, 28. November 2025 – Die Bund-Naturschutz (BUND) Ortsgruppe „Paarauen“
Schrobenhausen feiert ein bedeutendes Jubiläum: Seit über 40 Jahren engagiert sie sich
unermüdlich für den Erhalt der Natur und Artenvielfalt in Schrobenhausen und Umgebung.
Flankiert wird dieser Erfolg vom 25-jährigen Bestehen der angeschlossenen Kindergruppe, die
den Nachwuchs für den Naturschutz begeistert.
Ein lebendiges Vermächtnis am Stadtwall
Anlässlich dieser Jubiläen leistete die Ortsgruppe der Stadt Schrobenhausen einen Beitrag zur
Erhaltung und Zukunftssicherung des Stadtwall-Areals. Als sichtbares Zeichen der langjährigen
Arbeit und des zukunftsorientierten Engagements wurden mit der ehrenamtlichen Unterstützung des
Teams der Firma „Baumpflege Mutter“ zwei klimaangepasste Silberlinden gepflanzt.
Die Bedeutung von Bäumen in Stadt und Land
Diese Bäume sind mehr als nur Zierde: Sie stehen als lebendiges Vermächtnis für den
Einsatz der BN-Ortsgruppe. Gerade in Zeiten des Klimawandels leisten Bäume einen
unschätzbaren Beitrag für unsere Lebensqualität. Sie fungieren als natürliche
Klimaanlagen, spenden wertvollen Schatten, produzieren Sauerstoff und filtern Schadstoffe aus der Luft, wodurch sie das Stadtklima nachhaltig verbessern. Die BNOrtsgruppe
betont damit die zentrale Wichtigkeit des Baumbestands für ein gesundes und zukunftsfähiges Wohnumfeld in Schrobenhausen.
Würdigung des Ehrenamts
Erster Bürgermeister Harald Reisner nahm die Spende erfreut entgegen und würdigte die vier Jahrzehnte lange Arbeit der Ortsgruppe rund um die Vorständinnen Brigitte Streber und Gitti Sandner. Er wünschte dem gesamten Ortsgruppen-Team weiterhin viel Erfolg bei ihrem wichtigen
Wirken.
Die ehrenamtliche, regulative Tätigkeit der BUND-Ortsgruppe für Umwelt und Natur ist gerade in
diesen Zeiten von besonderer Bedeutung, Das Engagement der BN-Ortsgruppe „Paarauen“ ist eine
Bereicherung für den lokalen Natur-und Artenschutz leistet einen wichtigen Beitrag zur Schaffung
einer lebenswerten Welt für zukünftige Generationen
Pressemitteilung des BUND Naturschutz zur Ostumfahrung Neuburg an der Donau
München, 25.09.2025
BUND Naturschutz klagt gegen Planfeststellungsbeschluss
Der BUND Naturschutz klagt gegen die Ostumfahrung mit Zweiter Donaubrücke von Neuburg an der Donau. Die geplante Trasse würde den wertvollen Donau-Auwald, ein streng geschütztes Natura-2000-Gebiet, durchschneiden und Teile des Englischen Gartens beeinträchtigen.
Mit dem Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern, der am 1. August während der Sommerferien erlassen wurde, ist das umstrittene Projekt einer zweiten Donaubrücke mit Ostumfahrung von Neuburg nun offiziell genehmigt. Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN, warnt: „Die Ostumfahrung zerstört wertvolle Natur. Sie ist – wie so oft in Bayern – völlig überdimensioniert!“
Der betroffene Auenwald bietet mit seinem Alt- und Totholz ökologisch höchst wertvollen Lebensraum für Spechte, weitere seltene Vogelarten und unzählige Insekten. Darüber hinaus fungiert er als bedeutender Kohlenstoffspeicher und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise. Auch Teile des Englischen Gartens, eines beliebten Naherholungsgebietes der Stadt, wären direkt betroffen.
„Das europäische Naturschutzrecht ist eindeutig: Projekte, die Natura-2000-Gebiete beeinträchtigen, sind nur in Ausnahmefällen zulässig – und die vorgelegten Ausgleichsmaßnahmen reichen bei weitem nicht aus. Wir sehen erhebliche rechtliche Mängel in der Planung und werden diese nun gerichtlich prüfen lassen“, erklärt Geilhufe.
Die BN-Kreisgruppe Neuburg-Schrobenhausen kämpft seit Jahren gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Auwald statt Asphalt“ und der in der Nachbargemeinde Bergheim entstandenen BI „Keine zweite Osttangente ND“ gegen das Projekt. Günter Krell, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe, betont: „Der Naturraum Auwald würde schwer geschädigt werden. Zudem stehen die Kosten von über 85 Millionen Euro in keinem Verhältnis zu den erhofften Entlastungen der Innenstadt. Stattdessen wird durch die neue Straße noch mehr Verkehr angezogen. Angesichts der Klimakrise brauchen wir keine weiteren Asphalttrassen, sondern Investitionen in Bus, Bahn und eine echte Verkehrswende.“

Bäume machen unsere Städte und Dörfer erst richtig lebenswert. Doch sie sind auch durch Trockenheit und Abholzung bedroht. Um den Bäumen zu helfen, wollen wir mehr über sie herausfinden. Dafür brauchen wir Sie: Melden Sie uns die Bäume vor Ihrer Haustür!
Nutzen Sie die kostenlose App “Mein Baum”:
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Wie sind Moorkörper, Artenvielfalt und Landwirtschaft im Donaumoos noch zu retten?
Mittwoch, 20. März, 18:00 Uhr im Haus im Moos, Kleinhohenried
Wie sind Moorkörper, Artenvielfalt und Landwirtschaft im Donaumoos noch zu retten?
Dieser Problemstellung widmen sich im Haus im Moos Dr. Christine Margraf, Leiterin des Artenschutzreferates im Bund Naturschutz in Bayern, und Andreas Puchner, Referent für Umwelt- und Naturschutz sowie Koordination Klimapolitik beim BBV (Bayerischer Bauernverband).
Beide werden in Impulsvorträgen ihre Position darlegen, um danach miteinander und mit dem Publikum zu diskutieren. Die Referate gehen den Fragen nach, ob und warum die Rettung des Moores nur im Schulterschluss der verschiedenen Akteure gelingen kann und wie sich Landwirtschaft und Naturschutz dabei ergänzen könnten.
Der Diskussionsabend wird vom Donaumoos-Team angeboten. Eintritt ist wie immer frei.








